Ausgangspunkt ist Moishe Postones Essay „Antisemitismus und Nationalsozialismus“. Gerrit und Sven diskutieren seine Kritik an Teilen der deutschen Nachkriegslinken und übertragen zentrale Überlegungen auf gegenwärtige politische Konflikte.
Themen der Folge:
- Freiheit und Zwang: Was mit abstrakter und vermittelter Herrschaft im Kapitalismus gemeint ist.
- Verkürzte Kapitalismuskritik: Warum die Gegenüberstellung von vermeintlich „gutem“ und „schlechtem“ Kapital problematisch werden kann.
- Antisemitische Projektionen: Wie gesellschaftliche Verhältnisse personalisiert und vermeintlich Schuldige gesucht werden.
- Proteste und Wohnungspolitik: Wo die beiden berechtigtes Unbehagen sehen und welche politischen Antworten sie kritisieren.
- Die soziale Frage als Konkurrenzfeld: Linkspartei, AfD, „solidarischer Patriotismus“ und die Rolle der Union.
Die Diskussion unterscheidet zwischen der Kritik an kapitalistischen Zwängen und der Kritik an den Reaktionen darauf. Eine einfache praktische Antwort auf diese Spannung bleibt ausdrücklich offen.
Kommentare
Neuer Kommentar
Über diesen Podcast
Die Menschen fühlen ein Unbehagen mit der verwalteten Welt. Und wir verspüren ein Unbehagen, was die Menschen aus diesem Unbehagen machen: den Rückzug in Identität, Ideologie und Extremismus. Das berechtigte Gefühl, dass etwas nicht stimmt, führt zu unberechtigten Schlussfolgerungen. Ideologien werden zur sakralen Welterklärung, weil nichts mehr heilig ist. Und wir wollen all das entzaubern: unbehagen – ein Podcast zwischen Identität und Ideologie
Kommentare
Neuer Kommentar