unbehagen – Zwischen Identität und Ideologie

unbehagen – Zwischen Identität und Ideologie

Der Podcast über Rechtsextremismus in Deutschland

#73 Israel- und Palästinasolidarität – wer cancelt eigentlich wen?

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DJs werden ausgeladen, Vorträge abgesagt. Wer sich deutlich und prominent proisraelisch, aber auch propalästinensisch äußert, läuft Gefahr, „gecancelt“ zu werden. Das heißt: Beide Seiten machen gerne das Gleiche, was sie der anderen Seite vorwerfen. Doch was ist dieses „Canceln“ eigentlich? Warum halten es immer weniger Menschen aus, andere Meinungen zu akzeptieren? Und muss man wirklich alle Meinungen akzeptieren? Darum geht es in Folge 73 von Unbehagen (ehemals Rechtsgerichtet), einem ideologiekritischen Podcast.
Außerdem: Gerrit ist müde und Sven jetzt DITIB-Experte.

#72 Die Rückkehr der K-Gruppen – Beef in der Bubble

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Die K-Gruppen sind zurück. Immer häufiger prägen wieder rote Schlauchschals und starre Formationen linksextreme Demonstrationen. Das Autoritäre hat also wieder Einzug in die Szene gehalten. Wie konnte es so weit kommen, was hat der 7. Oktober damit zu tun, und wer ist eigentlich die antiautoritäre Linke, wenn das die autoritäre ist? Darum geht es in Folge 72 von unbehagen, einem ideologiekritischen Podcast.

Außerdem: Gerrit erklärt, was Ikkimel und die Poplinke damit zu tun haben, und Sven kennt einfach namhafte linke Influencer nicht, was für ihn spricht.

#71 Zurück zur Natur: Deutschland und seine Liebe zu einem Wal

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Seit über einem Monat liegt ein gestrandeter Wal vor der Ostseeküste und Deutschland dreht durch: Demos werden organisiert, das Internet mit theatralischen KI-Videos geflutet, und Rechte mischen natürlich auch mit. Warum das die Menschen so emotionalisiert, es zu einfach ist, sich darüber einfach lustig zu machen, und welche Rolle das Unbehagen der Menschen mit der Moderne und der beherrschten Natur dabei spielen, darum geht es in Folge 71 von Unbehagen – einem ideologiekritischen Podcast (ehemals Rechtsgerichtet).

Außerdem: Gerrit ist auch genervt von linken Influencern, die sich für besonders schlau halten, und Sven ist fassungslos, dass wir eine Folge über Timmy den Wal machen.

#70 Auf einen Aperol mit der AfD: Ländliche Raumnahme und das Dilemma der Selbstverharmlosung

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AfD-Kneipen in jedem Dorf. Dämmerschoppen, Bratwurst und Bier oder Aperol-Abende für die Jugend. In der AfD kursiert ein Strategiepapier. Das Ziel: die stärkste Kraft auf dem Land werden. Dafür sollen Ortsverbände Immobilien kaufen und zu ungezwungenen Treffpunkten für die Menschen vor Ort umfunktionieren.
Das Ganze erinnert an Strategien, die Neonazis und Rechtsextreme seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich anwenden. Ob das klappen kann, wo das Konzept herkommt, was Götz Kubitschek damit zu tun hat und warum diese „Selbstverharmlosung“ für die AfD auch zur Gefahr werden könnte – darum geht es in Folge 70 von Unbehagen (ehemals Rechtsgerichtet), dem ideologiekritischen Podcast in Deutschland.

Außerdem beantwortet Sven die Frage, ob er auf einen Aperol mal bei der AfD vorbeischauen würde, und Gerrit erzählt aus seinem Skiurlaub.

#69 Wie Antizionisten Die Linke übernehmen

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„Man sei der erste antizionistische Landesverband“, verkünden junge Linken-Politiker aus Niedersachsen stolz auf Instagram. In einem umstrittenen Antrag hatten sich die israelfeindlichen Kräfte auf dem Landesparteitag durchgesetzt. Seitdem heißt es offiziell: „Die Linke Niedersachsen lehnt den heute real existierenden Zionismus ab.“

Warum selbst diese entschärfte Formulierung antisemitische Tendenzen hat, Die Linke auch bundesweit mehr und mehr von antizionistischen Kräften übernommen wird und warum das für die Partei am Ende zu einem großen Problem werden könnte – darum geht es in Folge 69 von Unbehagen (ehemals Rechtsgerichtet).

Außerdem: Gerrit entwirft seine eigene Theorie zur Dialektik der Antisemitismusbegriffsentwertung, und Sven erklärt noch einmal die Basics, warum Antizionismus oft in Antisemitismus umschlägt.

#68 "Kufiyas in Buchenwald“ – revisionistische Erinnerungspolitik von links

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Pro-palästinensische Aktivisten wollen mit dem Palituch nach Buchenwald, aber die Gedenkstätte hat etwas dagegen – zu Recht. Dass sich dieser Streit ausgerechnet an einem Ort der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Herrschaft entzündet, ist natürlich kein Zufall. Linke Gruppen sind schon lange der Meinung, solche Orte würden für die Solidarität mit Israel instrumentalisiert und instrumentalisieren sie damit natürlich selbst.
Warum der Instrumentalisierungsvorwurf immer ein Eigentor ist, was die Aktivisten mit den Kufiyas in Buchenwald tatsächlich wollen und warum sie damit die deutsche Erinnerungskultur an die Shoah von links bedrohen – darum geht es in Folge 68 von Unbehagen (ehemals Rechtsgerichtet), dem Podcast zwischen Identität und Ideologie in Deutschland.

Außerdem: Wir haben uns umbenannt – erzählt es allen weiter.

#67 Der Krieg gegen den Iran und die antiimperialistische Querfront

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Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat klargemacht: Linke Solidarität mit dem iranischen Volk gibt es erst, wenn der Westen sich einmischt. Einschlägige Akteure, die jetzt laut sind, waren bemerkenswert leise, als die Mullahs zehntausende Regimekritiker auf den Straßen und in Gefängnissen gefoltert und ermordet haben. Warum das so ist, wo die linke Faszination für das iranische Terrorregime herkommt und warum man sich da mit den Rechten plötzlich ziemlich einig ist, darum geht es in Folge 67 von Rechtsgerichtet.

Außerdem: Gerrit zitiert King of Queens und Sven macht eine aufregende Ankündigung.

#66 Zwischen Sellner und Kaiser: Aktuelle Metapolitik der (neuen) Rechten

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Die Neue Rechte will nicht nur Wahlen gewinnen, sondern auch die Köpfe der Deutschen. Stichwort: Kulturelle Hegemonie. In ihren Strategien berufen sich die Akteure ausgerechnet auf den kommunistischen Denker Antonio Gramsci. Das vielbesprochene Buch vom neurechten Aktivisten Benedikt Kaiser „Der Hegemonie entgegen: Gramsci, Metapolitik und Neue Rechte“ hat in diesem Zusammenhang kürzlich für Aufsehen gesorgt. Können die Rechten Debatten wirklich besser beeinflussen als Linke, wie neu ist das, was Kaiser schreibt, innerhalb der Neuen Rechten wirklich, und worin unterscheiden sich seine Theorien zum Aktionismus von Ex-IB-Chef Martin Sellner, darum geht es in Folge 66 von Rechtsgerichtet.

Außerdem: Gerrit spricht plötzlich italienisch und Sven ist beeindruckt.

#65 Linke gegen Linke in Leipzig

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Am 17.01. sollte es in Leipzig zum Showdown kommen: „Antideutsche“ gegen „Antiimps“. Linke gegen Linke – und alles wegen Israel.
Deutschlandweit befürchteten Medien und Behörden gewaltsame Ausschreitungen, und Rechte haben sich hämisch gefreut. Passiert ist am Ende wenig, und wirklich verstanden, warum Linke gegen Linke demonstrieren, hatten die wenigsten.
Zum Glück gibt es ja uns.
Was genau in Leipzig passiert ist, warum die israelsolidarische Linke vor allem im Osten besonders stark ist und warum auch Antideutsche die Antideutschen in Connewitz kritisieren – darum geht es in Folge 65 von Rechtsgerichtet.

Außerdem: Gerrit findet es albern, wenn Linke die „wahren Linken“ sein wollen, und Sven macht seinem Job alle Ehre und gibt uns den historischen Rundumschlag.

#64 Die krude Ideologie der neuen Vulkangruppe

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Am frühen Morgen des 3. Januars gehen in weiten Teilen von Berlin die Lichter aus. Tausende Haushalte sind ohne Strom. Der Grund: Unbekannte hatten einen Anschlag auf das Stromnetz verübt. Schnell bekennt sich eine oder die sogenannte Vulkangruppe zu der Aktion. Seitdem sind unzählige weitere Bekennerschreiben aufgetaucht. Manche scheinen authentisch, viele nicht. Wer ist diese Vulkangruppe, wie viele davon gibt es eigentlich und was sagen die ganzen Bekennerschreiben über die Ideologie der Gruppe aus? Darum geht es in Folge 64 von Rechtsgerichtet.
Außerdem: Sven will den Anarchismus gegen die Vulkangruppe verteidigen und Gerrit den orthodoxen Marxismus. Verrückte Zeiten.

Über diesen Podcast

Die Menschen fühlen ein Unbehagen mit der verwalteten Welt. Und wir verspüren ein Unbehagen, was die Menschen aus diesem Unbehagen machen: den Rückzug in Identität, Ideologie und Extremismus. Das berechtigte Gefühl, dass etwas nicht stimmt, führt zu unberechtigten Schlussfolgerungen. Ideologien werden zur sakralen Welterklärung, weil nichts mehr heilig ist. Und wir wollen all das entzaubern: unbehagen – ein Podcast zwischen Identität und Ideologie

von und mit Gerrit Seebald & Sven Peter

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